Dialogforum "Biobasierte Fasern"

Beim Dialogforum „Biobasierte Fasern“ bringen wir Entscheidungs­träger*innen aus Industrie, Forschung und Politik an einen Tisch. Gemeinsam identifizieren wir Hürden und Potenziale der faser­basierten Wertschöpfung und gestalten den Weg zu einer biobasierten, kreislauf­orientierten Faserwirtschaft. Das Ziel der Veranstaltung besteht darin, aus einzelnen Branchen-Lösungen gemein­same Trans­formations­pfade zu schaffen.

  • 06. Oktober 2026
  • 9:00 bis 16:30 Uhr
  • smartvillage Köln, Köln-Mülheim
  • Kostenlose Teilnahme

Agenda

Branchen-Panel: Papier- & Verpackungsindustrie

Quadratisch, praktisch, recycelt: Biogene Faserstoffe für Papier & Verpackungen

Moderation: Dr. Rosario Othen (Institut für Textiltechnik, RWTH Aachen)

Panelists: Dr. Stefanie Figge-Wegener (WEPA), Julian Kolbeck (eco:fibr), Klaus Münzing (FIZZ)

Die Papier- und Verpackungsindustrie verfügt über etablierte Kreisläufe und zählt gleichzeitig zu den wichtigsten Anwendungsfeldern biobasierter Fasern und zirkulärer Rohstoffe. Das Panel beleuchtet den Status quo – von Faserquellen über Produktion bis zum Recycling – und diskutiert, wo Potenziale und Grenzen regionaler Stoffströme und Anwendungen liegen. Gemeinsam wird der Blick darauf gerichtet, welche Prozesse, Kooperationen und Rahmenbedingungen notwendig sind, um Innovationen weiter voranzutreiben. 

 

Branchen-Panel: Textilindustrie

Welche Faser trägt die Zukunft? Lieferketten und Geschäftsmodelle einer regionalen Textilwirtschaft

Moderation: Anton Schumann (Gherzi Deutschland)

Panelists: Dr. Asta Partanen (nova-institut), Dr. Justin Kühn (Discover Natural Fibre Initiative), Robert Hertel (HempAge), Dr. Jörg Morgner (Temafa)

Die Textilindustrie steht vor einem strukturellen Wandel: Textile Abfall-Berge, Ressourcenverknappung bei Rohmaterialien, neue Recyclingtechnologien, innovative Produktionsverfahren und steigende Anforderungen an Kreislauffähigkeit und Transparenz verändern die Branche grundlegend. Gleichzeitig bestehen Herausforderungen bei Skalierung, Lieferketten, Kosten und Recycling. Das Panel diskutiert, welche Hürden bestehen, welche Lösungen heute bereits verfügbar sind und wie regionale Wertschöpfung künftig gestaltet werden könnte. 

 

Branchen-Panel: Bauindustrie

Zirkuläre Wertschöpfung durch Materialinnovationen: Biobasierte Fasern im Innenausbau

Moderation: Lillith Kreiß (Lehrstuhl für Ressourceneffizientes Bauen, TU Dortmund)

Panelists:  Dr. Theodosia Kourkoutsaki (BioökonomieREVIER), Martin Kamperschroer (NaturwerK Borken), Hans-Joachim Schlauß (NICK Naturbaustoffe)

Die Bauwirtschaft zählt zu den ressourcenintensivsten Branchen und bietet zugleich großes Potenzial für neue, biobasierte Materialien und zirkuläre Wertschöpfung. Das Panel beleuchtet den aktuellen Stand von Materialinnovationen, regionalen Stoffströmen und Recyclingansätzen und diskutiert, welche Voraussetzungen für eine regionalere Kreislaufwirtschaft im Bausektor geschaffen werden müssen. Im Fokus stehen technische Machbarkeit ebenso wie wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen.

 

Fishbowl-Diskussion

Kreisläufe verbinden: Allianzen für eine regionale Bioökonomie

Moderation: Emily Whigham (Sprecherin & Moderatorin)

Die branchenübergreifende Fishbowl-Diskussion bringt die Akteure der Branchen-Panels zusammen: Welche Gemeinsamkeiten, Unterschiede und übertragbaren Lösungsansätze verbinden Papier, Textil und Bau auf dem Weg zu einer regionalen Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft? Interaktiv mit den Teilnehmenden werden zentrale Erkenntnisse aus den Branchen-Panels aufgegriffen und erweitert, Schnittstellen identifiziert und regionale Stoffströme und Businessmodelle diskutiert. Ziel ist es, voneinander zu lernen, Impulse zu sammeln und neue Ideen zu entwickeln, wie aus einzelnen Lösungen gemeinsame Transformationspfade entstehen können. Hierzu sind alle eingeladen, mitzumachen. 

 

Panel: Politik & Verbände

Politik als Enabler: Rahmenbedingungen für Faserinnovationen

Moderation: Emily Whigham (Sprecherin & Moderatorin)

Panelists:  Dr. Christian Feiler (MWIKE NRW), Dr. Britta Holzberg (CSCP), Lutz Walter (Textile ETP)

Das Panel beleuchtet, welche politischen Voraussetzungen notwendig sind, damit regionale Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft von Pilotprojekten zu tragfähigen Wertschöpfungssystemen wachsen können. Vertreter*innen aus Politik und Verbänden diskutieren die Rolle von Regulierung, Förderung und strategischer Vernetzung auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Rahmenbedingungen gestaltet werden müssen, damit biobasierte Faserinnovationen schneller in industrielle Anwendungen gelangen und regionale Kreisläufe wirtschaftlich erfolgreich etabliert werden können.

Vollständiges Programm

Häufig gestellte Fragen

Fernverkehr

Mit dem ICE oder IC fahren Sie bis zum nächstgelegenen Fernbahnhof Köln Messe/Deutz. Nehmen Sie die Straßenbahn 4 oder 14 bis zur Haltestelle Keupstraße. Von dort aus beträgt der Fußweg zum smartvillage etwa 10 Minuten.

Zur S-Bahn-Route

Nahverkehr

Vom Bahnhof Köln-Mülheim können Sie das smartvillage mit zwei Buslinien erreichen. 

  • Mit der Linie 150 (Richtung Corintostr.) fahren Sie vom Bussteig B bis zur Haltestelle Carlswerkstr. Von dort aus laufen Sie etwa 5 Minuten zu Fuß zur Location. 
  • Um die Linie 159 (Richtung Buchheim Herler Str.) zu nehmen, müssen Sie zunächst 3 Minuten zur Haltestelle Graf-Adolf-Str. laufen. Fahren Sie dann bis zur Haltestelle Montanusstr. und laufen Sie etwa 6 Minuten zum smartvillage.

Zu den Bus-Routen

Zu Fuß

Vom Bahnhof Köln-Mülheim beträgt der Fußweg über die Montanusstraße etwa 14 Minuten.

Zur Fuß-Route

Die Zufahrt zum Carlswerk-Gelände ist sowohl über die Schanzenstraße als auch die Carlswerkstraße möglich. Wir empfehlen, das Parkhaus Carlswerk zu nutzen. Es liegt etwa 3 Minuten zu Fuß vom smartvillage entfernt. Der Tagestarif beträgt 12 Euro.

Zu Google Maps

Ja, die Location ist barrierefrei. 

Die Tiefgarage des smartvillage verfügt zudem über einen Behindertenparkplatz. Der Tagestarif beträgt 24 Euro.

Das gesamte Menü wird fleischlos serviert und pro Mahlzeit steht mindestens eine vegane Option zur Auswahl. Die Mittagsgerichte sind zudem glutenfrei.

Die Veranstaltung findet ausschließlich in deutscher Sprache statt.

Das FIZZ in 30 Sekunden

„Wir leben im Zeitalter des raschen Verbrauches der endlichen fossilen Rohstoffe dieser Erde. Wir nennen es das Fossilozaen. Das FIZZ will einen signifikanten Beitrag zur Überwindung des Fossilozaens leisten. Es schafft durch Forschung Lösungen zur massiv ausgeweiteten Nutzung von Fasern und biogene Rohstoffen in der industriellen Fertigung. Das FIZZ unterstützt zudem den Transfer in die praktische Anwendung in verschiedenste Industrien.“

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